Die Wurzelbehandlung eines gerade abgestorbenen Zahnes hat eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 90%,
die Wurzelkanalbehandlung eines
schon lange entzündeten oder bereits gefüllten und sekundär entzündeten Zahnes von 50–80%.
Diese Erfolgsquoten sind so niedrig wie keine anderen in der Zahnheilkunde.

Der Grund dafür ist das verzweigte System des Wurzelkanals, in
dem Bakterien persistieren können.
Die extremsten Verzweigungen
befinden sich in den letzten drei Millimeter vor der Wurzelspitze.

Um symptomatische Zähne zu erhalten, muss eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt werden.

Dabei werden die letzten 3 mm der Wurzel abgetrennt und entfernt, wodurch die extremsten Verzweigungen des Wurzelkanals beseitigt werden. Zusätzlich wird die Entzündung aus dem Knochengewebe ausgeschabt und in der Regel wird die Wurzelfüllung von unten verbessert.

Dies ist im Frontzahnbereich ein Routineeingriff mit einer initialen Erfolgsquote von 90% und einem
Zehn-Jahres-Erfolg von 70%.

Im Seitenzahnbereich sind die Quoten 80% für initiale Schmerzfreiheit und 50% für den Zehn-Jahres-Erfolg.

Wurzelkanal als umgekehrter TannenbaumWurzelkanal als umgekehrter Tannenbaum