Das Grundproblem der Wurzelbehandlung besteht in der Anatomie des Wurzelkanals. Vereinfacht beschrieben gleicht er
einem auf die Spitze gestellten Tannenbaum.

Bei der Wurzelkanalbehandlung
wird der Hauptstamm durch Feilen
und Spülungen gereinigt, die
Nebenäste nur mit Hilfe von Spülungen und medikamentösen Einlagen.
Es gibt besondere flexible Instrumente, die sich der Form des Wurzelkanals sehr gut anpassen. Sie bestehen aus einer Nickel-Titan-Legierung.
Dieses Material wird z.B. auch für Brillengestelle benutzt, die man zerknüllen kann und die danach wieder ihre Form annehmen.

Weiterhin ist es besonders wichtig, die Länge des Wurzelkanals exakt auszumessen. Dazu wird eine elektrische Widerstandsmessung durchgeführt, die sich die Tatsache
zu Nutze macht, dass Zahn und Weichgewebe verschiedene elektrische Widerstände aufweisen.
Anschließend werden die Länge des Wurzelkanals und die Anatomie
des Zahnes mit einem Meßröntgenbild dargestellt. Die Messungen müssen in schwierigen Fällen wiederholt werden.
Anhand dieser Messungen ist es möglich, den Wurzelkanal in seiner gesamten Länge entsprechend den
oben erwähnten Procedere zu reinigen und somit die Entzündung aus dem Wurzelkanal zu beseitigen.