DemokratischeZahnmedizin geht häufig mit einer Verbesserung der Praxisorganisation einher. Wartezeiten werden minimiert, damit mindestens der Besuch der Prophylaxe, möglichst auch der Zahnarztbesuch für den Patienten berechenbarer wird.

Unsere Haltung als Zahnarzt verändert sich. Wir nehmen den Patienten mit seinen Bedürfnissen ernst und versuchen ihm, Behandlungsalternativen auf Augenhöhedarzustellen.

Die Beratungsqualität wird besser.
Eine lokale Betäubung wird angeboten und nahezu schmerzfrei durchgeführt. Für bestimmte Eingriffe und für Patienten mit erhöhter Zahnarztangst stehen Behandlungen in Halbschlaf und Narkose zur Verfügung.

Beim Zahnersatz stehen Langlebigkeit, Biologie und Ästhetik im Vordergrund. Beim Besuch der Prophylaxe kann eine Garantieverlängerung auf Zahnersatz angeboten werden. Wir verlängern unsere Gewährleistungsfrist für Zahnkronen und -brücken auf vier, sechs oder zehn Jahre, obwohl der Gesetzgeber nur zwei Jahre fordert. Wenn der Patient an einem Prophylaxeprogramm teilnimmt, dokumentieren wir dies schriftlich und durch eine Garantieurkunde.

Patienten können den Zahnarzt mehr in Anspruch nehmen und ihn mehr fragen. Sie als Patient sollten dies als ein Angebot verstehen. Wenn Sie wenig aufgeklärt werden möchten, belasten wir Sie nicht mit Informationen und entscheiden gerne für Sie. Wenn Patient und Arzt gut zusammenarbeiten, wird der Patient gesund.

Vielleicht die wichtigste Maßnahme einer modernen Praxis ist die Erinnerung an den regelmäßigen Zahnarztbesuch (Recall).

Sie wird von den Prophylaxeforschern gefordert, um dem Patienten bei der Vermeidung von Zahnschäden zu helfen.
Viele Aspekte der demokratischen Zahnmedizin finden wir auch wieder bei den griechischen und römischen Ärzten, z. B. das Erfragen einer genauen Krankenvorgeschichte.
Der englischsprachige Begriff der patient-participating dentistry lässt sich nur unzureichend übersetzen.